| Japanische Unternehmen führen Produktscanner mittels Mobiltelefon ein |
Japanische Bürger kommen nun in den Genuss einer neuen Art von Produkttransparenz, Unternehmensverantwortung und Konsumentscheidung. Mittels ihrer Mobiltelefone können Sie Informationen über Produkte im Supermarkt erhalten. Seit einiger Zeit diskutieren Zivilgesellschaftsaktivisten über die Vorteile von ethischen Produktscannern, die es Kunden ermöglichen würden, nicht nur Produktinformationen seitens der Hersteller, sondern auch von unabhängigen Kontrollorganen, wie zum Beispiel von Menschenrechtsorganisationen, zu bekommen. Ein Schritt in diese Richtung ist nun getan: Handys können als „Scanner“ benutzt werden. Eine wachsende Anzahl von Unternehmen in Japan beteiligt sich an der Einführung des QR (Quick Response) Codes, der es Kunden ermöglicht, Produktinformationen per Handy abzurufen. Der QR Code ist ein zweidimensionaler, zwei Quadratzentimeter großer Strichcode, der sich leicht auf die Verpackung des Produktes aufdrucken lässt. Der Code kann einige dutzend bis einige hundert Mal so viele Informationen speichern wie ein gängiger Strichcode, die dann von einem mit einer QR-Code-Lesefunktion ausgestattetem Handy abgerufen werden können. Durch den einfachen Zugang zu den Produktinformationen durch das Handy werden QR Codes zunehmend beliebter. Dies ist auch ein Zeichen für wachsendes Verbraucherinteresse an der Lebensmittelsicherheit, und für ein neues Bewusstsein in der Öffentlichkeit hinsichtlich der Herstellungsweise von Lebensmitteln. Aeon Co., einer der wichtigsten japanischen Supermarktbetreiber, hat am 3. September 2004 mit der Einführung des QR Codes in seinen 260 Juso-Filialen begonnen. Aeon plant, bis Ende des Rechnungsjahres 2004 den QR Code bei über 50 Sorten Obst und Gemüse zu verwenden. Zu einem früheren Zeitpunkt, am 19. August, begann Eco’s Co., eine Supermarktkette mittlerer Größe, in allen seinen 62 Geschäften mit dem Verkauf von Obst und Gemüse, das im Ibaraki Online-Katalog für Agrarprodukte registriert ist. Der Ibaraki Online-Katalog für Agrarprodukte wird betrieben von der Ibaraki Präfektur, der Zentralunion ländlicher Kooperativen der Ibaraki Präfektur, der Zentrale der nationalen Föderation landwirtschaftlicher Kooperativen in der Ibaraki Präfektur und der Engei Ibanaki Shinko Vereinigung (Vereinigung für die Förderung von Gartenbau in der Ibanaki Präfektur). Die Organisatoren geben Produktinformationen wie Verwendung von Dünge- oder Pflanzenschutzmittel bekannt, die auf den Angaben der Bauern in der vom japanischen Lebensmittelforschungsinstitut entwickelten SEICA-Datenbank basieren. Links: Related news: More articles in this category: no news in this list. |
