| Crack Babies sind nur eine Erfindung der Medien, keine medizinische Wirklichkeit | ||
Sogar die Talentiertesten glaubten, die verheerende Modedroge Crack hätte sie „langsam“ gemacht, sie seien „zurückgeblieben“ oder „beschädigt“. Krankenhäuser hatten schon insgeheim schwangere Frauen auf Kokain getestet, ins Gefängnis gesteckt und ihre Kinder weggenommen. Um die Stigmatisierung von Kindern drogenabhängiger Eltern zu durchbrechen entschied sich das „Represent“-Magazin für eine Spezielausgabe. Das Magazin fragte betroffene Autoren, ob sie auf dem Titelblatt erscheinen wollten, unter der Schlagzeile ‚Crack Babies - alle erwachsen’.
Die Verbreitung der synthetischen Modedroge "Crack" hat seit den neunziger Jahren schlimme Folgen gehabt. Die Medien haben neben den direkt Betroffenen besonders die Kindern von Crackabhängigen in die Schlagzeilen gebracht, - als zu schwerst vom Drogenkonsum der Eltern beeinflusste Säuglinge. Jetzt stellt sich heraus, dass "Crack Babies" nur eine Erfindung der Medien waren, ohne grundlegende medizinische Belege. Eine Studie ergab, dass der IQ von siebenjährigen, die Kokain ausgesetzt waren, im Durchschnitt nur 4,5 Punkte niedriger war und manche Forscher haben andere subtile Probleme dokumentiert. Vielleicht noch schädigender als Kokain ausgesetzt zu sein, ist es, mit Abhängigen aufzuwachsen. Sie sind oft unfähig ein stabiles und förderndes Zuhause zu bieten. Aber so genannte Crack Babies sind unter keinen Umständen zerstört oder ruiniert. Manchen geht es besser als Kindern, deren Mütter während der Schwangerschaft viel Alkohol getrunken haben. Wie auch immer, im Kampf gegen Drogen wurden Crack Babies ein Sinnbild für den Schaden den Drogen anrichten können und sie waren ein Vorwand für drakonische Drogengesetze. Krankenhäuser begannen insgeheim schwangere Frauen auf Kokain zu testen und sie ins Gefängnis zu stecken oder ihre Kinder wegzunehmen. Zehntausende Kinder wurden in Pflegeheime gesteckt wo viele bis heute noch sind! Das „Represent“ Magazin wurde auf der Höhe der Drogenepidemie gegründet um den immer größeren Zahlen der in Pflegeheimen internierten und gesellschaftlich ausgegrenzten Kindern eine Stimme zu geben. Sogar die Talentiertesten glaubten Crack hätte sie „langsam“, „zurückgeblieben“ oder „beschädigt“ zurückgelassen. Das „Represent“ Magazin entschied sich eine Spezialausgabe veröffentlichen um zu helfen das Stigma zu durchbrechen. Das Magazin fragte die betroffenen Autoren ob sie auf dem Titelblatt erscheinen würden, unter der Schlagzeile ‚Crack Babies - alle erwachsen’. „Wir waren nicht das für was man uns hielt. Ich wollte andere Kinder erreichen, die so abgestempelt wurden und sie wissen lassen, dass es nicht bedeutet, dass man im Leben nicht zurecht kommt.“ (Zitiert von einem Artikel im Columbia Journalism Review http://www.cjr.org/issues/2004/5/voices-blake.asp)
Links: Das „Represent“ Magazin hat junge Pflegekinder als Journalisten, inklusive Artikel - 'Looking back on the crack epidemic - Crack Babies all grown up': (‚Zurückschauen auf die Crack Epidemie - Crack Babies: alle erwachsen’ www.youthcomm.org/FCYU-Features/MarchApril2004/FCYU-2004-03-04.htm - 'They Called Me a Crack Baby': (‘Sie nannten mich Crack Baby’) www.youthcomm.org/FCYU-Features/MarchApril2004/FCYU-2004-03-10a.htm - 'The Myth of the Crack Baby - Doctors and the media were wrong in thinking we'd never succeed': (‘Das Märchen des Crack Babys - Ärzte und die Medien lagen falsch in der Annahme dass sie ihr Leben nicht meistern können würden’) www.youthcomm.org/FCYU-Features/MarchApril2004/FCYU-2004-03-10b.htm - 'Watching My Parents Disappear - Crack hurt them, but it hurt me too': (‘Ich sah zu wie meine Eltern verschwanden - Crack tat ihnen weh, aber mich schmerzte es auch’) www.youthcomm.org/FCYU-Features/MarchApril2004/FCYU-2004-03-12.htm
QUELLE: Zitat aus einem Artikel der Columbia Journalism Review www.cjr.org/issues/2004/5/voices-blake.asp
ARTIKEL IN DER COLUMBIA JOURNALISM REVIEW: www.cjr.org/issues/2004/5/voices-blake.asp
WEBSEITE DES REPRESENT MAGAZINE: www.youthcomm.org/Publications/FCYU.htm www.youthcomm.org/FCYU-Features/MarchApril2004/FCYU-2004-03-12.htm Related news: More articles in this category: no news in this list. |

